Friedrich-Gustav-Klemm-Gesellschaft
für Kulturgeschichte und Freilichtmuseen e.V.

Kulturlandschaftsmuseum

"Wermsdorfer Wald"

Wir laden Sie herzlich zu einer Begegnung mit der bewegten Vergangenheit dieser Kulturlandschaft im größten geschlossenen Waldgebiet Nordwestsachsens ein. Natürlich ist das Erleben der Waldidylle die beste Art des Kennenlernens, aber wir bieten Ihnen hier die Möglichkeit der Vorinformation. Im Wermsdorfer Wald geleiten Sie anspruchsvoll gestaltete Schautafeln auf einer 3200 Jahre währenden Zeitreise in unsere Vergangenheit.

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Waldklassenzimmer

am Parkplatz Kirchenteich

Die nach Süden und Osten hin offene große Schutzhütte kann auch als "Waldklassenzimmer" genutzt werden. Sie befindet sich am südwestlichen Rande des Parkplatzes. Mit ihren massiven hölzernen Tischen und Bänken bietet sie Platz für mehr als 30 Personen.

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Die Dorfwüstung Nennewitz

Im Wermsdorfer Wald und um Oschatz treten spätmittelalterliche Wüstungen in relativ großer Zahl auf. Die schriftlich und archäologisch belegte Wüstung Nennewitz liegt im nordwestlichen Uferbereich des Kirchenteiches, der als Teil einer Teichkette im 16. Jahrhundert aufgestaut wurde.
Als im Jahr 1975 wegen Bauarbeiten am Kirchenteichdamm nicht gestaut wurde, ergab sich die Möglichkeit systematischer archäologischer Grabungen an der vermuteten hoch- und spätmittelalterlichen Dorfstelle vor und in der Schilfzone. Besonders Letztere gewährleistete gute Erhaltungsbedingungen archäologischer Befunde.

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Die romanische Dorfkirche

mit Kirchhof

Die Kirche war das letzte feste Bauwerk, das im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaus im Siedlungskomplex Nennewitz um 1220/30 errichtet und bis zum Verlassen der Siedlung in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts als Gotteshaus genutzt wurde. Erstmalige Erwähnung erfuhr sie 1533, Ende des 16. Jahrhunderts erscheint die Ruine mit der Bezeichnung "alte kirch" auf der Karte von M. Oeder.
1990 bis 1993 ergab sich die Möglichkeit systematischer archäologischer Grabungen im Bereich des vermuteten und gegenüber dem Umfeld erhöhten Standortes, die eine Vielzahl wichtiger Aufschlüsse erbrachte, u. a. den gesicherten Grundriss.

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Die Burg und ihr Wirtschaftshof

Mit der Rodung des Waldes um 1200 wurde auch die Burg des bislang unbekannten lokalen Herrschaftsträgers erbaut. Wie das benachbarte Dorf Nennewitz und die Kirche wurde auch sie in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts verlassen und die Ruine wahrscheinlich spätestens im 16. Jahrhundert zur Gewinnung von Baumaterial endgültig abgebrochen.
Der Geländebefund zeigt eine hochmittelalterliche Turmhügelburg, gekennzeichnet durch die Erhöhung der natürlichen Hanglage durch Erdmaterial aus dem gleichzeitig vertieftem umlaufenden Graben. Das Kernwerk hat die Maße 27 m x 31 m, der umlaufende Graben ist heute noch bis zu 6 m tief.

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Das bronzezeitliche Gräberfeld

Hierbei handelt es sich um einen kleinen Bestattungsplatz der Lausitzer Kultur.
Der Friedhof erscheint in seiner äußeren Gestalt als ein Ost-West ausgerichteter Streifen, der sich im Relief der oberen Hangpartie anpasst. Die Gesamtausdeh­nung beträgt etwa 90 m x 40 m. Durch einen fundfreien Streifen wird der Bestat­tungsplatz eindeutig in eine Ost- und Westhälfte unterteilt.

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